Kapitel 5. Ein Beispielszenario
Im folgenden werden wir Schritt für Schritt die Umsetzung einer
mehrsprachigen Web-Site mit Imperia skizzieren. Zum Verständnis ist ein
gewisses Imperia-Know-How vonnöten, weswegen im weiteren Verlauf der
Darstellung lediglich die spezifischen Teile der Implementierung einer
näheren Betrachtung unterzogen werden. Bei den verwendeten Techniken
wurde auf Wiederverwendbarkeit Wert gelegt, wenngleich der beschriebene
Weg weder den einzig möglichen, noch den einzig richtigen darstellen
will. Es
werden jedoch alle relevanten Aspekte angesprochen, und die konkrete
Umsetzung entspricht dem, was bei Imperia derzeit als Best Practice angesehen
wird.
Bei der Umsetzung werden wir versuchen, die folgenden Anforderungen zu
erfüllen:
-
Die Site soll zunächst in vier Sprachen, English, Französisch,
Italienisch und Deutsch erstellt werden. Eine Erweiterung auf
weitere Sprachen soll mit geringstmöglichem Aufwand machbar sein.
-
Dokumente müssen nicht zwingend in allen Sprachen erstellt
werden. Es soll möglich sein, die Sprachversionen sukzessive
zu erstellen, also zum Beispiel erst eine englische Version
fertigzustellen, und zu publizieren, und weitere Sprachvarianten
erst in späteren Bearbeitungsschritten hinzuzufügen.
-
Content und Meta-Informationen sollen in UTF-8 erfasst werden, um
eine Erweiterbarkeit in beliebige Sprachen zu gewährleisten. Die
Publikation der Dokumente soll hingegen im für die jeweilige
Sprache gebräuchlichsten Charset erfolgen.
-
Der Einsatz von Perl-Code sollte auf das Notwendigste beschränkt
sein, um das erforderliche Know-How für die Pflege der Site auf
niedrigem Niveau zu halten.
-
Innerhalb der Templates soll eine möglichst weitgehende Trennung
zwischen programmierter Anwendungslogik und Layout eingehalten
werden. Dies gewährleistet einerseits die Wiederverwendbarkeit der
Anwendungslogik für ähnliche Projekte und erleichtert Änderungen
am Layout durch Fachkräfte mit geringen oder gar nicht vorhandenen
Programmierkenntnissen.